Erkrankungen

Die Tierphysiotherapie und die Naturheilkunde bieten die Möglichkeit die verschiedensten Krankheiten zu behandeln. Hier möchte ich dir vorstellen bei welchen Problemen der Tierphysiotherapeut bzw. der Tierheilpraktiker dir helfen kann, wann du lieber zum Tierarzt gehen solltest und möchte dir einige Krankheiten etwas näher erläutern.

 

Bei diesen Erkrankungen/Problemen kann ich deinem Tier helfen:

 

  • Postoperativ nach: Knochenfrakturen, Kreuzbandriss, Patellaluxation, Femurkopfresektion, Prothesen, etc.
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates:  Arthrose, Arthritis, Spondylose, Ellenbogen- oder Hüftgelenksdysplasie, Muskelverspannungen, Allgemeine Lahmheiten und Bewegungsunlust, Alternative Schmerztherapie, etc.
  • Neurologische Erkrankungen: Lähmungen, Bandscheibenvorfall, Cauda Equina Kompressionssyndrom, Wobbler Syndrom, etc.
  • Prophylaxe und Prävention bei geriatrischen oder Risikopatienten

 

  • Erkrankungen des Verdauungsapparates: Durchfall, Erbrechen, etc.
  • Erkrankungen des Harnapparates: Blasenentzündung, etc.
  • Erkrankungen der Atemwege: Husten, Bronchitis/COB, etc.
  • Hauterkrankungen: Juckreiz, Ekzeme, etc.
  • Stoffwechselerkrankungen: Diabetes/EMS, Cushing, etc. 
  • Autoimmunerkrankungen
  • Allergien

 

 Sowie Beratung zu allgemeinen Gesundheitsfragen rund um Dein Tier.

 

In diesen Fällen musst du zum Tierarzt:

 

  • Lebensbedrohliche Notfälle, starke Schmerzen etc.
  • Operationen 
  • Zahnbehandlungen unter Narkose
  • Impfungen und Entwurmungen
  • Bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall)

 

Der Tierphysiotherapeut bzw. Tierheilpraktiker ersetzt nicht den Tierarzt, sondern ist eine Ergänzung und alternative Option bei schulmedizinisch "austherapierten" Tieren.

Arthrose

Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem übermäßigen Gelenkverschleiß kommt. Durch eine angeborene Minderwertigkeit des Knorpels oder einen durch Alter erworbenen Elastizitätsverlust, sowie mechanische Überbelastungen oder Entzündungen, kommt es zu Knorpelschädigungen und im weiteren Verlauf zu Veränderungen am Knochen. 

Betroffene Tiere zeigen unter anderem gering- bis hochgradige Lahmheiten und Bewegungsunlust. 

Der Prozess ist nicht rückgängig zu machen, aber durch Physiotherapie und geeignete Nahrungsergänzungsmittel lässt sich der weitere Knorpelabbau verlangsamen, die Bewegungsfähigkeit der Gelenke wird erhalten und verbessert, Verspannungen in der Muskulatur werden gelöst und Schmerzen werden gelindert.

Bandscheibenvorfall

Der Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der durch eine Beschädigung des Faserknorpelrings der Bandscheibe, der gallertartige Kern in den Wirbelkanal austreten kann und dadurch zu einer Nervenkompression führt.

Ursachen sind häufig Fehlbelastungen, aber auch angeborene Knorpelschwächen.

Symptome sind starke Schmerzen, Taubheitsgefühle und gelegentlich Lähmungserscheinungen. Schwere Vorfälle müssen operativ behandelt werden, leichtere Vorfälle können konservativ mit Schmerztherapie und Physiotherapie behandelt werden. Das Behandlungsziel ist die Schmerzlinderung, Verspannungslösung, Verbesserung von Koordination und Propriozeption, Muskelatrophieprophylaxe sowie die Anregung der Nervenfunktion.

Hüftdysplasie

Die Hüftgelenksdysplasie ist eine angeborene oder erworbene Fehlstellung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und Hüftpfanne nicht richtig ineinander passen.

Symptome sind Lahmheiten in der betroffenen Gliedmaße, Schmerzen, Bewegungsunlust, insbesondere Probleme beim Springen und der sogenannte LSÜ-Twist.

Schwere Fälle können operativ durch ein künstliches Hüftgelenk oder eine Femurkopfresektion behandelt werden. Im Anschluss wird Physiotherapie zum Muskelaufbau, Schmerzlinderung und zur Erreichung eines normalen Gangbildes eingesetzt.

Leichtere Fälle können ohne OP behandelt werden, das Ziel der Physiotherapie ist die Schmerzlinderung, Muskellockerung und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und insbesondere die Vorbeugung von Arthrosen, welche durch die Fehlstellung fast immer eine Folge ist.

Sehnenentzündung

 Die Bizepssehnenentzündung ist eine Entzündung der Sehne des Musculus biceps brachii, die meist durch eine Überbelastung entsteht und stark schmerzhaft ist und so zu Lahmheiten der betroffenen Gliedmaße führen kann. Bei chronischen Entzündungen wird häufig zu einer Operation geraten, bei der der Muskel durchtrennt wird. Meist lässt sich dies jedoch vermeiden durch Schonung in Kombination mit Physiotherapie. Ziel ist hier die Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Anregung der Durchblutung und des Stoffwechsels der Sehne um den Heilungsprozess zu beschleunigen, das Verhindern einer Muskelatrophie durch die Schonung, das Lösen von Verspannungen durch Fehlbelastungen und die Normalisierung des Gangbilds.