Schwimmer-Syndrom

Heute war ich bei der bezaubernden Philadelphia. Die kleine Maus hatte nicht gerade einen guten Start ins Leben, sie kam mit deformierten Beinen auf die Welt und ihr einziges Geschwisterchen hat die Geburt nicht überlebt. Für den Tierarzt hatte die Besitzerin kein Geld und so landete sie vor ein paar Tagen beim Katzenschutzbund Köln.

Welpen, die mit Deformationen auf die Welt kommen und Welpen mit dem Schwimmer-Syndrom können sehr gut physiotherapeutisch behandelt werden. Wichtig ist, dass möglichst früh mit der Therapie begonnen wird, da man Fehlstellungen der Gelenke im jungen Alter noch sehr gut korrigieren kann. Je älter das Tier wird, desto stabiler werden die Gelenke und desto schwieriger und langwieriger wird die Therapie. Mit manuellen Übungen und gegebenenfalls Taping, werden die Muskeln, Bänder und Gelenke in eine physiologische Stellung gebracht und dem Welpen das richtige Laufen beigebracht.

Welpen mit dem Schwimmer-Syndrom können die Beine nicht unter den Körper bringen, liegen häufig in Brustlage, haben die Beine zur Seite oder nach hinten weggestreckt und robben statt zu laufen. Die Ursachen dafür sind nicht genau bekannt, man geht von Entwicklungsstörungen im Muskel- und Sehnenapparat aus, aber auch eine genetische Komponente kommt in Betracht.

Wenn man sofort mit der Therapie beginnt, bleiben meist keine Folgen zurück, Philadelphia ist mit ihren 7 Wochen leider schon relativ spät dran aber wir geben alles damit sie wieder auf alle 4 Beine kommt.

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